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AI Act & Risikoklassen: Die häufigsten Fehlklassifizierungen (und ihre Folgen)

AI Act & Risikoklassen: Die häufigsten Fehlklassifizierungen (und ihre Folgen)

Auf dem Papier wirkt die Risikologik des EU AI Act zunächst wie eine saubere Sortierung: Einordnen, Pflichten ableiten, fertig. In der Praxis ist genau dieser Schritt einer der größten Stolpersteine. Nicht, weil Teams das Thema „nicht verstehen“, sondern weil Klassifizierung im Alltag selten an einem klaren, stabilen Entscheidungsprozess hängt. Stattdessen passiert sie oft nebenbei: im Projekt, im Einkauf, in der IT, manchmal in der Fachabteilung – je nachdem, wer gerade am schnellsten ist. Das Ergebnis ist dann eine Mischung aus gut gemeinten Annahmen und unvollständigen Informationen. Und genau dort entstehen Fehlklassifizierungen.

Warum ist das so kritisch? Weil die Risikoklasse im EU AI Act nicht nur ein Label ist. Sie steuert, wie streng Sie Anforderungen erfüllen müssen, welche Nachweise Sie brauchen, wie viel Governance-Takt sinnvoll ist – und welche Risiken Sie eingehen, wenn Sie zu locker oder zu streng einsortieren. Eine Fehlklassifizierung ist daher selten nur ein „Formfehler“. Sie führt typischerweise zu einem von zwei Problemen: Entweder Sie unterschätzen Pflichten und stehen später mit Lücken da. Oder Sie überziehen unnötig und bauen eine Governance, die Projekte bremst und dann umgangen wird. Beides ist gefährlich – nur auf unterschiedliche Weise.


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